Ko Pha-Ngan - Bangkok (die Vierte)

Donnerstag, 13.09.2012

(Wir sind auf deutschem Boden! Wer wissen will, was davor noch passiert ist, lese bitte zuerst den Eintrag unter diesem.)

 

 

Am 11. September (ein toller Tag zum Fliegen) sind wir mit einer Mischung von Taxi, Katamaran, Bus, Flugzeug und Zug nach Bangkok zurückgereist, früh genug, um für den Notfall noch einen Tag Puffer vor dem alles entscheidenden Heimflug zu haben.

Je öfter wir nach Bangkok gekommen sind, desto wohler haben wir uns gefühlt. Es kam auf unserer Reise nie vor, dass wir etwas wiedererkennen konnten - nur Bangkok war immer wieder wie "heimkommen", einfach deswegen, weil wir davor schon mal dort waren. Und jedes Mal war es auch etwas kühler und daher erträglicher...

Am Abend haben wir unsere Verkehrsmittel-an-einem-Tag-Sammlung noch durch Boot und Tuktuk ergänzt und sind über den Fluss Chaophraya in die Bangkoker Chinatown gelangt, wo wir uns durch verschiedene Straßenrestaurants probiert und durch die chinesische Küche durchgefuttert haben.

Unseren letzten Tag in Bangkok haben wir mit Rumlaufen, Einkaufen und einem Besuch im Jim-Thompson-House verbracht. Jim Thompson war ein Seiden-Unternehmer, der in Bangkok Teakhäuser gebaut und darin gelebt hat. In den 60er-Jahren war er einmal in Myanmar und kam von einem Spaziergang in den Bergen nie zurück - der Fall wurde nie aufgelöst und bleibt mysteriös. In dem Anwesen kann man heute viel über Thompsons Leben und Wirken erfahren und seine private Kunstausstellung mit einigen sehr exklusiven Stücken bestaunen.

Um halb zehn abends haben wir dann unsere 25stündige Rückreise begonnen. Heute sind wir um halb sechs in Würzburg angekommen und gehen in die letzte Etappe unserer Reise - auspacken, verdauen und eingewöhnen.

 

Unsere TOP-3-Erfahrungen sind - und da sind wir uns einig:

1. Tauchkurs auf Ko Tao mit Jesse (tolle Erfahrung, aus der wir einen Tauchschein und viele tolle Eindrücke mitnehmen; wir haben unter anderem eine Wasserschildkröte, einen gesunkenen Katamaran und einen versunkenen Motorroller bestaunen dürfen)

2. Kochkurs in Chiang Mai (zwar nicht ganz so abenteuerlich, aber mit hoffentlich viel Nachwirkung und auf jeden Fall viel Spaß)

3. Kletterkurs in Vang Vieng, Laos (30 Meter hohe Steilwände bezwingen - nicht allzu alltäglich)

 

Worauf wir uns in Deutschland am meisten gefreut haben:

Franzi: ALDI, diesen mit Schuhen betreten zu dürfen, Nicht-Steh-Klos mit Spülung

Philipp: Laotisches Eierbaguette selber machen, Rouladen, die deutsche Freundlichkeit (im Gegensatz zur leider immer wieder festgestellten thailändischen Grobheit)

 

An dieser Stelle sagen wir ein ganz herzliches kopunkah/kopunkrab an alle Leser, die diesen (leider sehr textlastigen) Blog offenbar geduldig immer wieder angeklickt haben - der nächste Blog wird auf einer verlässlichen Plattform stattfinden.
Es war eine tolle Reise, wir haben in sechs Wochen drei Länder, drei Hauptstädte, zwei Inseln, mehrere Flüsse, fünf Flughäfen, 16 verschiedene Betten, drei Nachtbusse und drei Restaurants täglich gesehen, wir haben über 2000 Fotos geschossen, jedem von uns wurde ein Paar Schuhe geklaut, wir haben pro Nase ca. eine Tonne Reis vertilgt, haben unzählige Stunden (z. B. auf Nacht- oder 10-Stunden-Fahrten) in Bussen verbracht, hatten zuletzt fünf Währungen im Geldbeutel, waren vier Mal in Bangkok und in gefühlt 300 Filialen von 7eleven.

Bis zum nächsten Blog!

 

Franzi und Philipp

Ko Tao - Paradies (Ko Pha-Ngan)

Donnerstag, 13.09.2012

Wir hatten auf Ko Tao (wo jährlich mehr Tauchscheine ausgegeben werden als sonstwo in der Welt und wo sich auch die weltweit größte Tauchschule befindet) also unseren Tauchschein gemacht und haben dann noch einen "Adventure deep dive" drangehängt. Unser Tauchschein berechtigt uns ja dazu, wo auch immer wir wollen auf 18 Meter Tiefe zu gehen. Da viele Tauchspots, z. B. Wracks, aber nun mal tiefer liegen, haben wir noch einen 30-Meter-Tauchgang dazugekauft. Was ist bei so einer Tiefe anders? Muss man dazu ein besserer Taucher sein? Also: rein "tauchmäßig" ist da gar nix anders, man merkt keinen Unterschied zwischen 15 und 30 Metern. Allerdings sehen Farben bei 30 Metern Tiefe anders aus. Am Grund waren z. B. viele strahlend blaue Korallen zu sehen, die aber nicht blau sind. Und auch die roten Knöpfe an unseren Tarierjacket waren unter Wasser etwas gräulich.

Außerdem muss man bedenken, dass man bei einer höheren Stickstoffkonzentration der Atemluft (die ja aus einem Tank kommt) einen sogenannten Tiefenrausch bekommen kann. Den kann man verschieden wahrnehmen, er kann einen traurig machen, meistens führt er jedoch dazu, dass man unter Wasser anfängt zu lachen (blöd mit Mundstück...) und sich nicht mehr konzentrieren kann. Wenn man an diesem Punkt ist, muss man einfach ein bisschen nach oben schwimmen, schon geht die Nitrogen narcosis weg - insofern also ungefährlich. Da man unter Wasser nicht reden kann, haben wir am Grund ein paar kleine Spielchen gemacht (Finger zeigen und auf 7 aufaddieren etc.), um zu testen, ob jemand einen Tiefenrausch hat. Weder Philipp noch Franzi waren davon "betroffen" - gut so, da man seine persönliche Tiefenrausch-Tiefe nicht trainieren und nach unten verbessern kann.

Wir blieben länger auf Ko Tao, als wir vorhatten, haben mehr gelernt, als wir gedacht hätten, und mehr Geld dort gelassen, als wir wollten.

Nach soviel Input an fünf Tauchtagen haben wir uns mit der Fähre nach Ko Pha-Ngan begeben, der dritten Insel im Bund von Ko Tao - Ko Samui - Ko Pha-Ngan. Dort haben wir uns zweieinhalb Tage Urlaub gegönnt, der am Ende der Reise auch endlich mal anstand.

Man nehme eine traumhafte Bucht, weißen Sand, klares Meer in verschiedenen Türkistönen, dazu einen Luxuspool unter Kokospalmen und eine schicke Gartenvilla inmitten einer schönen Parkanlage. Man erhebe sich nur von den Liegen, um zu schlemmen oder zu plantschen.

Wir sind Taucher!

Mittwoch, 05.09.2012

Es ist halb neun und seit zwei Stunden dunkel. Und seit ein paar Stunden haben wir unseren Tauchschein - und waren tatsaechlich ganz knapp davor, uns auch noch zu Advanced-Tauchern ausbilden zu lassen. Bei unserem Tauchschein waren fuer jeden von uns entweder 3 kostenlose Naechte im Bungalow oder aber 3 Fun dives mit dabei. Da die fun dives viel mehr wert sind, bezahlen wir jetzt einfach unsere Unterkunft selber und fahren morgen um 8 nochmal fuer zwei Tauchgaenge raus und uebermorgen machen wir auch noch einen - um danach die Faehre nach Ko Pha-Ngan zu nehmen.

Auf Ko Pha-Ngan steht dann tatsaechlich mal NUR Nichtstun und Entspannen an. Das war auf Ko Tao bisher nun doch nicht drin, weil wir den ganzen Tag mit unserem Kurs beschaeftigt waren. Gestern stand noch eine kurze Theoriestunde mit anschliessendem Abschlusstest auf dem Plan, danach waren zwei Tauchgaenge dran, und heute sind wir noch zweimal ins Wasser gegangen und waren bis auf 18 Meter (Franzi sogar bei 23m) tief.

Jesse, mit dessen Aussprache wir ja anfangs noch Probleme hatten, hat sich als der beste Tauchlehrer herausgestellt, den man sich wuenschen kann. Er hat WIRKLICH Ahnung: Wir haben in der Tauchschule die beiden Bayreuther wiedergetroffen (Zufall - aber war ja klar), und die haben uns erzahlt, dass Jesse frueher Kampftaucher war und auch in 150 Metern Tiefe (!!!!!) fuer Oelbohrplattformen Rohre zusammengeschraubt hat. Da hat er dann immer einen Monat unter Wasser in einer speziellen Station gelebt, um dann innerhalb von einer Woche wieder an die Oberflaeche zu kommen. Danach durfte er dann 3 Monate nicht arbeiten. Jesse bewegt sich unter Wasser eleganter als jeder Fisch und man hat immer das Gefuehl, dass er genau weiss, wer gerade welches Problem hat (Wasser in der Brille, Druckausgleichs- oder Tarierungsprobleme), insofern haben wir uns bei Jesse absolut richtig aufgehoben gefuehlt. Heute Abend gibt es an der Tauchschule noch eine Party, weil ein israelischer Tauchlehrer, der auch bei unseren Dives z. T. dabei war, heute seine letzte Pruefung in der Ausbildung zum Tauchlehrer hatte. Die wirklich allerletzte Pruefung besteht darin, dass er eine Maske (Tauchbrille) und einen Schnorchel bekommt, also nur durch den Mund atmen kann, und dann wird der Schnorchel von oben mit Alkohol gefuellt. Wenn er das hinter sich hat, muss er noch die schmale, gelaenderfreie Bruecke passieren, die von der Tauchschule wegfuehrt. Wir freuen uns auf heute Abend ;-)

Taochen auf Ko Tao

Montag, 03.09.2012

Nach einer Nacht auf Bus und Faehre sind wir jetzt auf Ko Tao, der Taucherinsel schlechthin. Nirgendwo auf der Welt kann man guenstiger einen Tauchschein machen, was wir auch tun.

Wir haben auf unserer Nachtfahrt durch Laos (lang ists her) ja zufaellig zwei Bayreuther getroffen, die uns genau die kleine Tauchschule auf Ko Tao empfohlen haben, zu der wir uns gestern frueh nach der Ankunft haben bringen lassen. Wir wurden sehr freundlich empfangen, leider hat sich das Problem mit unseren schlechten Augen tatsaechlich als ziemlich unpraktisch erwiesen - da es bisher offenbar nie vorkam, dass jemand mit Brille tauchen wollte. Es gab also keine Taucherbrillen, die man einfach ueber Brillen aufsetzen konnte, und wir sind stundenlang ueber die Insel gelatscht (Taxis sind hier absolut unbezahlbar) auf der Suche nach einem Optiker. Die hatten aber alle entweder zu (Sonntag - haben wir auf der Reise aber noch nie erlebt, dass am Sonntag irgendwas zu hat) oder fuer immer geschlossen. Ziemlich demotiviert kamen wir wieder bei der Tauchschule an, in der wir auch untergebracht sind, und dachten, das wird wohl doch nix mit der Taucherei - waer ja auch zu schoen, um wahr zu sein! Es hat sich nun aber doch eine Loesung gefunden: Philipp taucht nur mit Taucherbrille, zum Glueck sieht man unter Wasser durch die Brechung ja besser. Und fuer Franzi gibt es gluecklicherweise eine Taucherbrille mit 2 Dioptrien, das langt, um was zu sehen.

Heute Vormittag hatten wir zwei Stunden Theorieunterricht, nachdem wir gestern schon unser halbes Tauchbuch lesen und Fragen dazu beantworten mussten. Unser Tauchlehrer ist Jesse aus Neuseeland, der frueher Marinetaucher war und wirklich langjaehrige Erfahrung und Ahnung hat. Gestern dachten wir uns noch, heiliger Bimbam, wie sollen wir den je verstehen?? Aber nach einiger Eingewoehnung kommen wir nun doch mit seiner Aussprache klar.

Mit uns im Kurs sind zwei Iren, und waehrend des Theorieunterrichts ging es erstmal um die Sicherheit beim Tauchen, z. B.: Warum darf man nicht zu schnell auftauchen (Lungenverletzungen), wann, wie, warum macht man den Druckausgleich, wie baue ich ueberhaupt meine Ausruestung zusammen (Luftzylinder, alle moeglichen Schlaeuche, ...)

Mittags ging es dann aufs Boot, ab zu unserem ersten Tauchgang. Ehrlich gesagt hatten wir beide ziemlich Schiss - bisher waren wir beide nicht die Unterwasserfans schlechthin, und gerade ausgeschlafen waren wir auch nicht. Doch irgendwann mussten wir den grossen Schritt vom Boot, mit einer kiloschweren Luftflasche auf dem Ruecken, einfach wagen - und es hat sich gelohnt. Angefangen haben wir mit unseren beiden Instructors im schultertiefen Wasser mit einigen Unterwasseruebungen, und egal was war, man konnte einfach aufstehen und ueber Wasser atmen. Unter Wasser haben wir gelernt, wie man seine Maske (Taucherbrille) unter Wasser entleert, also das Wasser ausblaest, wie man atmet, wie man sein entfallenes Mundstueck wieder findet, wie man seine Weste bedient (in die man Luft ein-/auslassen kann), wie man mit seinem Bleigurt klarkommt, wie man im Notfall bei seinem Buddy (=Tauchpartner, mit dem man unterwegs ist) mitatmen kann, wie man unter Wasser kommuniziert (mit verschiedenen Handzeichen) etc. Da wir heute strahlenden Sonnenschein hatten, hatten wir unter Wasser eine sehr gute Sicht. Als wir alle Uebungen durchgegangen waren, sind wir in tieferes, also 9 Meter tiefes Gewaesser geschwommen. Es gab dort auch einiges zu sehen, wobei wir natuerlich hauptsaechlich mit uns selber beschaeftigt waren - gleichmaessig atmen, Druckausgleich, nicht auf- oder absteigen, Maske entwaessern, Tankfuellung kontrollieren usw. Wir fanden die Unterwasserwelt bzw. die Erfahrung, unter Wasser zu sein, aber wirklich sehr faszinierend (auch voellig anders als schnorcheln!) und koennen nun auch gut nachvollziehen, wie manche Tauchanfaenger nach ihrem Tauchschein sofort den Advanced-Kurs anschliessen wollen. Was unsere Rest-Reisezeit und unsere magersuechtigen Geldbeutel wahrscheinlich nicht zulassen werden...

Morgen werden wir gleich zwei Tauchgaenge unternehmen, da wird es dann auch noch tiefer runtergehen, und uebermorgen auch nochmal. Ausserdem muessen wir dann unsere Abschlusspruefung schreiben - und dann haben wir einen Tauchschein, mit dem wir in aller Welt bis auf 18 Meter Tiefe runtergehen duerfen.

Aber erstmal steht noch Bueffeln, Tabellen durchschauen und Erfahrungen sammeln an...

Siem Reap - Hua Hin

Samstag, 01.09.2012

In Siem Reap haben wir uns die Tempel von Angkor angeschaut. Der groesste, beeindruckenste und am besten erhaltenste heisst Angkor Wat. Trotzdem ist es falsch, bei der Tempelanlage von Angkor Wat zu sprechen, da sich die Tempel ueber ein riesiges Gebiet erstrecken und z. B. die Stadt Angkor Thom viel groesser ist als Angkor Wat, ausserdem enthaelt Angkor Thom mehrere Tempel.

Wir haben uns also Fahrraeder geliehen, sind einige Kilometer zum Ticketschalter geradelt und haben uns ein 3-Tages-Ticket gekauft. Als erstes sind wir in Angkor Wat gegangen und haben prompt Steffen und Hendrik wiedergetroffen. Zahlreiche Fotos von Tempeln und herumkletternden Affen spaeter sind wir zu Angkor Thom weitergezogen. Es war drueckend heiss und unsere Fahrraeder haben auch nicht gerade Spass gemacht, also waren wir ziemlich ko und auch etwas weniger beeindruckt, als wir gedacht haetten. Die Tempel sind gross, man kann ueberall reingehen und draufklettern und es gibt schon wirklich viel zu sehen. Trotzdem haben uns Tempelanlagen wie Palenque oder Teotihuacan in Mexico (bzw. Tikal in Guatemala erst recht) besser gefallen. In den Tempeln von Angkor fahren ueberall Tuktuks rum, die ihre weissen Insassen von Tempel zu Tempel kutschieren - es gibt also auch Strassen. Die Mayatempelanlagen dagegen lagen meistens mitten im Gruenen, von Verkehr war keine Spur zu sehen und man kam staendig an noch vergrabenen Tempeln vorbei, die unter hohen, von Gras und Baeumen ueberwucherten Huegeln lagen - und das hatte schon was Faszinierendes.

Da wir schon einiges von Angkor (und in den vergangenen Wochen auch viele Tempel allgemein) gesehen hatten, beschlossen wir, am zweiten Tag in Siem Reap den Tonle Sap zu erkunden. Der Tonle Sap ist Suedostasiens groesster Suesswassersee, der in der Regenzeit, also jetzt, VIERMAL so gross ist wie sonst. In welcher Groesse er normalerweise in Karten eingezeichnet ist, waere mal interessant zu wissen... Auf dem Tonle Sap gibt es die sogenannten "Schwimmenden Doerfer", zu denen man per Boot kommt. Das war recht teuer, weswegen wir einfach zu einem Dorf auf hohen Holzstelzen gefahren sind. Wir hatten einen total lieben Tuktukfahrer, der uns ueber Stock und Stein in die Pampa gefahren hat, wo die Boote anlegen, die auf den See fahren. Dann wurden wir von einem jungen Kerl mit dem Holzboot zu dem Dorf gefahren. Man muss sich das so vorstellen: Die Leute bauen Holzhaeuser, die auf hohen Holzstelzen stehen, damit sie auch in der Regenzeit nicht ueberschwemmt werden. Die Menschen leben von der Fischerei. Manche Haeuser haben Haengebruecken zwischendrin, und von jedem Haus fuehrt eine Holzleiter in den See, wo die Boote angebunden werden. Es gab auch eine Polizeistation und eine Schule auf Stelzen - wobei die meisten Leute so arm sind, dass die Kinder nicht zur Schule gehen. Nach einiger Zeit sind wir auf einen winzigen Holzkahn gestiegen, auf dem uns eine zahnlose Einheimische mit ihrem kleinen Kind durch einen gefluteten Wald gepaddelt hat, was echt toll aussah. Dann gab es Mittagessen auf einem schwimmenden Restaurant (mit Plumpsklo und Licht!) und wir wurden mit dem Boot wieder zurueck gefahren. Unser Tuktukfahrer hatte geschlagene drei Stunden auf uns gewartet und hat uns dann noch zur Rolous-Gruppe gefahren, einer Gruppe kleiner Tempel, die etwas abseits liegen. Die Tempel waren lange nicht so gut besucht wie die grossen Tempel in der Naehe von Angkor Wat. 

Am dritten Tag sind wir - diesmal ohne die klapprigen Raeder, sondern mit unserem coolen Fahrer vom Vortag - nochmal zu den Tempeln losgezogen und haben uns noch einige "wichtige" angeguckt.

Gestern sind wir dann abgereist und haben Kambodscha lebewohl gesagt. Nach einem 16-Stunden-Marathon kamen wir in Hua Hin an. Die Strecke von Siem Reap nach Hua Hin dauert zwar nicht ewig, die Strassen - vor allem die in Thailand - waren auch gut, aber das Gewarte und die Stempelei an der Grenze hat natuerlich mal wieder einige Zeit in Anspruch genommen und aus einer kurzen Fahrt wird in diesen Laendern dank zahlreicher Stopps und Verzoegerungen immer ein ziemlich grosses Unternehmen.

Nun sind wir in Hua Hin, wo zu den geeigneten Jahreszeiten die Kiteboarder dieser Welt zu finden sind, und haben uns gestern schon so richtig den Ruecken verbrannt. Heute um Mitternacht geht es mit einem (hoffentlich einigermassen bequemen) VIP-Bus weiter nach Chumphon und dort steigen wir auf den High-Speed-Catamaran, der uns nach Ko Tao bringt. Auf dieser Insel wollen wir einen Tauchschein machen - denn nirgendwo ist es guenstiger und besser als dort!

Ob das klappt und wie es uns dabei ergeht, lest ihr demnaechst...

Phnom Penh - Siem Reap

Dienstag, 28.08.2012

Auch in Phnom Penh haben wir nur einen Tag verbracht - wir haben eine straffe Reiseroute! Am naechsten Morgen haben wir einen Minibus nach Siem Reap genommen, und das war die reinste Horrorfahrt. Unser Fahrer: Fuss am Gaspedal festgetackert, Hand mit Pattex auf die Hupe geklebt, des Englischen begrenzt maechtig ("no" - geht dafuer aber auf alles!) und auch ohne Englisch ein Leben auf der Ueberholspur - doch halt, es gab gar keine! Fuer unseren Fahrer gab es keine Gruende, auf einer einspurigen Nationalstrasse einen fetten Laster zu ueberholen, wenn ein noch breiterer gerade entgegen kommt. Die Hupe war wie gesagt im Dauerstress, die Passagiere auch. Irgendwann war es fast soweit, dass wir einen entgegenkommenden Bauern mit seinem Lastkarren ueberfahren haetten. Grosses Aufatmen hinten im Bus, dann genauso rasant weiter. Einige nervenaufreibende Stunden kamen wir zum Glueck in Siem Reap an, wo wir in ein Hostel etwas ausserhalb gefahren sind. Wir wollten dort wegen dem Pool hin ;-) Dort war absolut nichts los (Dry season = high season und jetzt ist gerade Regenzeit), mehrere Angestellte waren nur fuer uns da... 
In Siem Reap stand natuerlich Angkor Wat an - davon spaeter mehr!

Si Phan Don - Phnom Penh

Dienstag, 28.08.2012

Was auf der Insel doof war: Es gab dort keinen Geldautomat. Und wir haben festgestellt, dass wir nur noch 40000 Kip haben (also ungefaehr 4 Euro, Kip ist echt eine laecherliche Waehrung...). Wir mussten also ploetzlich in bitterster Armut leben und konnten uns gerade so noch ein Fruehstueck und eine Flasche Wasser leisten ;-) Am naechsten Tag ging es um 8 Uhr mit dem Kahn wieder aufs Festland, Hendrik und Steffen waren auch wieder dabei. Am Festland haben wir alle unsere Departure Cards fuer Laos und unsere Arrival Cards fuer Kambodscha nebst anderen Dokumenten ausgefuellt und mussten unsere Paesse abgeben (was fuer einen Traveller ungefaehr das Unerfreulichste ueberhaupt ist). Nach einer kurzen Fahrt waren wir an der Grenze, wo es ein paar Huetten und eine Horde Grenzbeamter in Haengematten gab. Unser "guide" hat sich um unsere Visa gekuemmert, was wir zu gerne selbst gemacht haetten - aber das war leider schon bei der Fahrt mit dabei. Dummerweise kam unser guide aber nicht mehr bzw. waren wir uns auch gar nicht sicher, wer ueberhaupt fuer uns zustaendig war. Irgendwann bekamen wir unsere Paesse inklusive Stempeln zwar wieder, dann ging aber erstmal gar nix. Steffen und Hendrik hatten zum Glueck bei einer anderen Agentur gebucht und durften dann in einen VIP-Bus (der auch tatsaechlich einer war) steigen und sind losgefahren. Wir mussten noch gut zwei Stunden warten, um dann nebenbei zu erfahren, worauf: Auf andere Reisende, die erst noch von Pakxe gekommen waren! Wir waren stinksauer, und als wir dann endlich komplett waren, sind wir auch noch mit einem Alles-andere-als-VIP-Bus losgefahren. Irgendwann haben wir zum Mittagessen angehalten - wir hatten so gut wie kein Geld, also kein anstaendiges Mittagessen sowie spaeter auch kein Abendessen. Durch die ewige Warterei etc. kamen wir also nicht am "Abend" (20 Uhr oder so), sondern um 22.30h an, wurden auch noch irgendwo in der Pampa am Flughafen rausgeschmissen, und bis wir uns dann mit einem teuren Tuktuk zu einem Hostel hatten bringen lassen, war es halb zwoelf. 
Naechster Tag, Besuch im Koenigspalast von Phnom Penh, auf dessen Gelaende auch die Silberpagode steht. Damit hatten wir die "wichtigste" Sehenswuerdigkeit der Hauptstadt besucht und Franzi hatte zufaelligerweise in einem kleinen Nebengebaeude auch noch eine alte Bekannte aus Schulzeiten wiedergetroffen. Am Nachmittag waren wir im Museum Thuol Sleng, wo die Roten Khmer ihrerzeit um die 20.000 Menschen gefoltert und ermordet haben. Das Museum war eindrucksvoll und bedrueckend, es war alles so gelassen worden, wie es 1975 (so kurz ist das erst her!) vorgefunden war: 2-mal-1-Meter-Zellen mit nichts als einem Blechkasten fuer Ausscheidungen, duester und nach Tod stinkend. 
Dort haben wir auch Steffen und Hendrik wiedergetroffen - die am Vorabend zwei Stunden spaeter in Phnom Penh eingetroffen waren. 

Vientiane - Si Phan Don

Dienstag, 28.08.2012

So, wir haben mal wieder Internet - wir sitzen an einem Laptop, an dem alles auf Khmer funktioniert ;-) Aber bisher klappt es! Und da der Monsun heute zum ersten Mal richtig zuschlaegt, koennen wir jetzt auch mal wieder berichten.
Vientiane ist lange lange her... Ein Tag Sightseeing, immer noch ziemlich kaputt, und schon ging es per Sleeping bus weiter nach Pakxe. Da es dort nicht so spannend ist und es auch nicht allzu nah an der Grenze zu Kambodscha ist, hatten wir schlauerweise gleich einen Anschluss-Minibus nach Si Phan Don/"4000 Inseln" gebucht, der uns ruckzuck dort hinbrachte. In Nakasang, einem kleinen Ort auf dem Festland, kamen wir an und mussten feststellen, dass die Weiterreise nach Kambodscha mehr als unangenehm werden wuerde: Die Busse fahren ausschliesslich um 9.30h morgens (also nix mit: Nacht nutzen, Nightbus nehmen), und bis Siem Reap hiess es, 13 Stunden oder so. Naja, wir sind trotzdem erstmal mit einem Minikahn zur Insel Don Det gefahren und haben uns eine Unterkunft gesucht. Die 4000 Inseln sind, tataa, ganz viele kleine Inseln im Mekong, ausserdem kann man dort - und nur dort - die seltenen Irrawaddy-Delphine sehen, die ganz seltsam unfoermige Schnauzen haben. Es war uns aber zu teuer, ein Boot dorthin zu mieten, also haben wir uns lieber ein paar wacklige Fahrraeder geliehen und sind zu einem Wasserfall und einem Strand am Mekong gefahren. Nach einem kurzen Bad im braunen Mekongwasser sind wir wieder zurueckgefahren, durch viiiiiel viel Natur (wovon Laos extrem viel zu bieten hat - wie wir auf der zweitaegigen Bootstour und der Kayakfahrt ausfuehrlich erleben durften), durch viele viele Reisfelder (wo wir dankbar um unsere Japanische-Encephalitis-Impfung waren) und ueberall in den Gaerten der Reisbauern Gras mampfenden Kuehen. Auf der Insel haben wir die Brueder Hendrik und Steffen getroffen, die wir dort nicht das letzte Mal sahen. 

Vang Vieng - Vientiane

Samstag, 25.08.2012

So, mittlerweile sind wir schon gar nicht mehr in Laos, sondern drei Stationen weiter - trotzdem kommt hier ein kurzer Eintrag zum Thema laotische Hauptstadt!

Unsere Hoehlentour war ein super Erlebnis, die erste Hoehle war riesig gross und wir waren bestimmt 30, 40 Minuten zu Fuss darin unterwegs. Natuerlich war es stockfinster und extrem rutschig und glitschig. Die dritte von den insgesamt vier Hoehlen war die coolste: Da ja gerade Regenzeit ist und der Mekong sowie seine Nebenfluesse viel Wasser fuehren, kann man in die Wasserhoehle nicht einfach so reinlaufen, es fliesst naemlich ein Fluss durch. Es gibt aber Seile, die durch die Hoehle gespannt wurden, an denen man sich in einem Tubingschlauch liegend hineinziehen kann. Dabei musste man zum einen aufpassen, von der Stroemung nicht gleich wieder mitgenommen zu werden, und zweitens, dass man sich den Kopf nirgendwo anstoesst - die Hoehle und vor allem ihr Eingang war naemlich so niedrig, dass man gerade so liegenderweise hineinkonnte.

An unserem letzten Tag in Vang Vieng, dem Outdoor-Aktivitaeten-Paradies, sind wir erstmal mit dem Pickup auf einer staubigen Strasse entlanggeholpert, um dann ins Kayak umzusteigen. Ausser uns waren noch zwei britische Jungs dabei und ein bestimmt 60, 70 Jahre alter Kaeptn aus Florida, der unter anderem die Erde innerhalb von zwei Jahren umsegelt hatte und auch sonst schon in jedem erdenklichen Land war.

Nach einiger Zeit Kayak fahren und einigen Stromschnellen (unsere Backpacks wurden natuerlich mit dem Truck weitergefahren) gab es Mittagessen: BBQ-Spiesschen, die auf einem Feuer auf den Felsen am Fluss gebraten worden waren. Die Guides sind naemlich immer sowohl Fahrer, Anleiter, Koeche und Sportler (sowohl Klettern als auch Kayak, Tubing und Co., sie machen einfach alles). Nach einer weiteren Kayaketappe kamen wir irgendwo im Nichts an, dort stand ein Truck mit unserem Gepaeck bereit, und mit diesem Truck sind wir dann in die Hauptstadt Vientiane geholpert.

Vientiane ist wie gesagt nicht allzu gross und auch nicht allzu geschaeftig und wir hatten auch nur einen Tag eingeplant. Trotzdem hat uns die Stadt eigentlich gut gefallen. Wir waren beim That Luang, das ist das Nationalsymbol und -heiligtum von Laos, und beim Anousavari, dem laotischen Arc de Triomphe. Trotz Muskelkater von den anstrengenden Unternehmungen in den Tagen davor und wunder Fuesse (immerhin laufen wir jeden Tag mindestens zwoelf Stunden herum, wenn wir nicht gerade Felsen besteigen oder in Hoehlen klettern) haben wir uns den ganzen Tag bei sengender Hitze durch die Stadt geschleppt - um abends in einen Nachtbus zu steigen, der uns nach ''4000 Islands'' an der Grenze zu Kambodscha gebracht hat. Unser "VIP-Sleeping Bus" hatte keine Sitze, sondern nur Betten, und wer hatte das Bett neben uns? Zwei Bayreuther, die in Wuerzburg studiert haben!

 

Mittlerweile sind wir schon in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, fahren aber morgen frueh um 6.30h schon wieder weiter und wollen jetzt noch auf den Nachtmarkt und vielleicht auf einen Cocktail ins bekannte Hotel "Le Royal", das in einem schoenen franzoesischen Kolonialbau untergebracht ist. Daher werden wir unsere uebrigen Erlebnisse aus der letzten Zeit in unserer naechsten Station Siem Reap (von wo aus wir Angkor Wat besichtigen werden) nachtragen.

Da die Internetverbindungen in dieser Gegend leider ziemlich schlecht sind und das Laden von Fotos unendlich viel Zeit in Anspruch nimmt, wird es nun wahrscheinlich doch keine Fotos mehr geben. Dafuer aber eine Fotoshow nach der Reise!

Luang Prabang - Vang Vieng

Sonntag, 19.08.2012

Neues aus der Mekong-Region! Mittlerweile sind wir aus Luang Prabang abgereist, haben dort aber noch zwei tolle Erfahrungen gemacht. Abends haben wir naemlich in einem Restaurant fuerstlich gespeist, in dem drei junge Laotinnen laotische Taenze dargeboten und dazu gesungen haben. Das war wirklich toll und hat sich auf alle Faelle gelohnt, denn auch das Essen war unglaublich gut! Da das Restaurant offenbar von einem Japaner gefuehrt wurde und man auch japanisch essen konnte, waren ausser uns beiden auch ausschliesslich Japaner dort.

  Die Trachten der Bergvoelker (v. l. n. r.) Hmong, Lao und Khmu Die Laotinnen beim Tanz fuer den Koenig

Am naechsten Morgen sind wir nach Vang Vieng abgefahren, sind aber so frueh aufgestanden, dass wir um sechs Uhr den Zug der Moenche durch die Stadt beobachten konnten, auf dem sie Essen von den Einwohnern sammeln (Almosengang). Kaum hatten wir das Hostel verlassen, wurden wir von einer Laotin angesprungen, die uns eine Schale Mini-Bananen verkauft hat, die wir an die Moenche verteilen sollten. Wir sind also zur naechsten Strassenecke gegangen, wo schon einige Frauen am Boden auf Matten gekniet haben und Reiskoerbe, Suessigkeiten usw. bereithielten. Wir haben uns daneben gestellt und dann ist kurz darauf eine Horde orange gekleideter Moenche (zum Grossteil unter 20 Jahren) mit ihren kesselartigen Umhaengegefaessen an uns vorbei gelaufen und man musste jedem ganz schnell eine Banane reinwerfen, denn sie sind wirklich schnell gelaufen und nicht stehen geblieben. In den Kesseln der Moenche war eine bunte Mischung aus Reis, Bananen, Suessigkeiten, Gemuese usw., je nachdem, was man ihnen eben reingeworfen hatte. Manche Moenche wollten nichts von Franzi nehmen (haben also den Deckel von ihrem Kessel nicht hochgehalten und sind einfach vorbeigegangen), vielleicht wegen unbedeckten Schultern, manche wollten auch von uns beiden nichts nehmen - wobei man es irgendwie verstehen kann, schliesslich waren wir eindeutig nur zum Gaffen da und sind Touristen, keine Buddhisten. In der ganzen Stadt waren Moenche unterwegs und an den Strassenecken sassen die Frauen, immer mit eine Misswahlen-Schaerpe um, manchmal sassen aber auch maennliche Hostelbesitzer mit schlaefrigen Augen vor ihrem Reiskorb und haben auf die naechsten Moenche gewartet. 8902 Dann ging es mit dem Minibus in Richtung Vang Vieng. Die Strecke von Luang Prabang nah Vang Vieng gilt als eine der schoensten des Landes; es ging sechs Stunden lang durch Karstgebirge mit bizarren Bergformationen, dichte Waelder und saftige Wiesen. Wieder einmal sind hunderte gruen-grau-blaue Fotos entstanden:

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Nun sind wir in Vang Vieng, einer kleinen Backpackerstadt, die deshalb so beliebt ist, weil man hier einfach alles machen kann: Kayaking, Tubing, Caving, Klettern, ..... Wir dachten uns, wir hauen mal richtig Kohle raus und haben gleich drei Touren gebucht: Heute haben wir einen Kletterkurs gemacht, morgen werden wir zu den Hoehlen im Umland fahren, vor denen es Naturpools gibt und durch die zum Teil Wasser fliesst - sodass man in einem Tubingreifen durch schwimmen muss, weil die Hoehlen so niedrig sind, und fuer uebermorgen steht eine total geniale Fahrt an: Unsere naechste Station (und eigentlich auch die naechste vor der Fahrt nach Kambodscha) ist Vientiane, sprich Vi-en-tjen, die kleine und ruhige Hauptstadt von Laos. Allerdings fahren wir dort nicht mit dem Bus hin, das wuerde wieder ewig dauern, sondern mit dem Kayak! Man kann sich danach zwar auch wieder nach Vang Vieng bringen lassen, von dem Bus, der auch unser Gepaeck mitnehmen wird, aber wir nutzen den Ausflug, um eine Strecke zurueck zu legen und gleichzeitig was zu erleben. Heute stand ja unser halbtaegiger Kletterkurs an. Wir hatten uns gegen den Ganztags- und geschweige denn 3-Tages-Kurs entschieden, da wir beide totale Anfaenger sind und uns schon dachten, dass wir sowieso nach kurzer Zeit total platt sein werden. Wir sind zuerst mit dem Tuktuk ein paar Minuten gefahren, dann an einer Art Finca ausgestiegen, und dann ging ein absolut abenteuerlicher Aufstieg zum Kletterort los, der in Deutschland strikt verboten waere und eigentlich nur mit Helm bestritten werden sollte: voellig ungesichert ging es steil den Berg hoch, ueber schlammige Berge, glitschige Felsen und dichtes Gestruepp. Irgendwann kamen wir oben an und waren schon voellig schlammig und verschwitzt. Nach einer kurzen Pause ging es mit einer kurzen Einfuehrung uebers Klettern los: Wie koennen die Haende greifen, wie und wo stuetzen sich die Fuesse auf, was mach ich wenn ich falle etc. Dann ging es die erste, "leichteste" Felswand hoch, vor der wir fuenf Kletteranfaenger schon ziemlich grossen Respekt hatten. Philipp hat begonnen und ist ziemlich gut und schnell oben an, dann hat er sich die Felswand entlang wieder nach unten abgeseilt. Nach diesem ersten "climb" haben uns schon alle Muskeln gezittert und wir haben uns nochmal bei uns selbst bedankt, nur den Halbtageskurs zu besuchen. Die zweite und die dritte Kletterroute waren so anstrengend und gingen so weit nach oben (wir wuerden sagen: 25-30 Meter?), dass niemand es bis ganz nach oben geschafft hat. Bei der zweiten Route gab es zwischendrin staendig Felsvorspruenge und Felsen, die von oben herabgeragt hatten etc., und die dritte Route war zwar extrem "poroes", es gab also viele Festhaltemoeglichkeiten, es gab aber nirgendwo etwas, wo man sich zum Ausruhen draufstellen konnte und die Wand ging so gerade hoch wie eine Hauswand. Kletterfotos Als wir alle uns an allen Routen probiert hatten und schon ziemlich zerkratzt waren, ging es dann an den genauso anstrengenden Abstieg. Hinfallen waere schlecht gewesen und mit unangenehmen Folgen (bis hin zum Tod) bezahlt worden - daher keine Fotos. Den Rest des Tages steht Entspannen an, wir waren gerade im Spa und dort gab es fuer Philipp eine Leg & Foot Massage und fuer Franzi eine Traditional Lao Massage (zur Beschreibung: siehe Thai-Massage!) Uebrigens fuer alle, die noch nie Backpacking gemacht haben: Mit Urlaub hat das nix zu tun. Dafuer sind wir viel zu beschaeftigt und viel zu oft voll Schweiss, Schlamm und Regen. Wirklich ausgeschlafen sind wir nie und Entspannung gibt es auch nicht so viel (ausser bei der Massage und am Strand, was bei uns ganz am Ende der Reise ansteht). Backpacking ist dafuer aber die Art zu Reisen, bei der man fuer das wenigste Geld am meisten bekommt, viel rumkommt und auch viel sieht, wobei man immer schoen unabhaengig bleibt! Das sieht man auch daran, dass man (bzw. zumindest wir) nie weiter als die naechsten ein oder zwei Tage plant - ausser jetzt gerade, wo wir zum ersten Mal drei Tage am Stueck mit Touren durchgeplant haben ;-) Leider ist hier das Internet so schlecht, dass man zum Fotoshochladen einige zig Stunden mitbringen muesste. Hoffentlich klappt das bald mal... Vielleicht in Kambodscha oder auch schon in der Hauptstadt. Also, der Plan fuer die naechsten beiden Tage ist mit der Hoehlentour und der Kayakfahrt nach Vientiane ja schon klar, dann werden wir ein, zwei Tage in der Hauptstadt verbringen (mehr ist selbst laut Reisefuehrer nicht noetig, weil es dort nicht viel zu sehen gibt); dann geht es - wahrscheinlich per Nachtbus - weiter auf eine lange Fahrt nach Pakxe. Diese Stadt liegt relativ nahe an der Grenze zu Kambodscha, wo wir als naechstes durchfahren werden. Dann geht es in Richtung Westen wieder nach Thailand und auf einigen Zwischenstationen in den Sueden zu den Inseln. Dort werden wir evtl. unseren Tauchschein machen, oder auch einen Kitingkurs, bestimmt werden wir auch schnorcheln gehen. Dann werden wir wahrscheinlich wieder nach Bangkok fliegen und dort noch einen Tag verbringen. Bis bald und viele Gruesse aus dem heissen Laos ins heisse Deutschland!

Pakbeng - Luang Prabang

Freitag, 17.08.2012

(Achtung: Es wurden mehrere neue Eintraege hinzugefuegt, ihr muesst also beim Eintrag "Chiang Rai - Chiang Khong" zu lesen beginnen!)

 

Gestern kamen wir nach weiteren sieben Stunden auf braunen Wasser und durch gruene Huegel in der Weltkulturerbe-Stadt Luang Prabang an. Nachdem wir schon einiges ueber die Stadt gehoert und gelesen hatten, hatten wir schon den Eindruck gehabt, dass Luang Prabang eventuell so etwas wie das Chiang Mai von Laos sein koennte: Eine Stadt, in der sich Backpacker wohlfuehlen, wo sich ein Restaurant neben das andere reiht und man ueberall guenstige Unterkuenfte und Waeschereien finden kann. Daneben gibt es auch noch einiges zu sehen, das stand heute an.

Wir waren gestern auf Hostelsuche und wollten eigentlich zu einem bestimmten laufen, wurden dann aber von jemandem abgefangen, der uns sein Hostel gezeigt hat. Nachdem wir mehrmals gesagt hatten, wir merken's uns, wollen aber noch mal in das andere Hostel schauen, das wir uns vorgenommen hatten, fiel der Preis fuer das Zimmer ploetzlich rapide. Es ist offenbar also auch moeglich, Zimmerpreise zu verhandeln! Man wollte uns ploetzlich gar nicht mehr gehen lassen, denn ein zu billig vermietetes Zimmer ist immer noch besser als ein leerstehendes Zimmer. Also zahlen wir hier in Luang Prabang (der teuersten Stadt in Laos) jeder 2,50 Euro fuer ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Handtuechern und Fernseher (da einem auf Reisen ja immer so langweilig ist und es in dieser Stadt ja absolut nichts gibt).

Luang Prabang ist wirklich sehr schoen, unser Hostel liegt direkt in der Zone der meisten Sehenswuerdigkeiten und so haben wir heute zu Fuss die Stadt erkundet. Morgens ging es erst mal auf den Phousi, einen Berg mitten in der Stadt, auf dem natuerlich auch ein Tempel steht und von dem aus man einen tollen Blick auf die gesamte Stadt mitsamt Mekong und Muendung des Nam Khan in den Mekong hat.

Danach sind wir zum Vat Xieng Thong (laotisch: Vat = Tempel) gelaufen, welches das aelteste von Laos und eines der schoensten ist. Dieses Vat ist wohl auch massgeblich dafuer verantwortlich, dass Luang Prabang UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Anschliessend sind wir noch zum Koenigspalast gelaufen. Darin konnte man alles moegliche bestaunen, vom koeniglichen Elefanten-Sitzkorb bis zu den Schals verschiedener Queens. Der Palast ist innen komplett aus Holz - wie uebrigens auch die meisten Hostels hier Holzhaeuser sind. Fotos durfte man im Palast leider nicht machen, aber es war sehr eindrucksvoll, darin die Gemaecher der Koenigsfamilie und auch Geschenke aller moeglichen Nationen zu betrachten, darunter von Richard Nixon eine laotische Flagge, die schon auf dem Mond war, mitsamt dreier Kieselsteine vom Mond.

Die Koenigsfamilie ist uebrigens mehr oder weniger verschollen - die offizielle Version ist, dass der Koenig seinen Palast dem laotischen Volk vermacht hat, offenbar wurde die Familie jedoch 1977 von den Kommunisten (Pathet Lao) in ein Arbeitslager verschleppt.

Zum Thema Laos und Thailand: Es heisst ja, die Thais waeren sooo nett und wuerden immer laecheln. Unfreundlich sind sie nicht, aber es gibt durchaus nettere Voelker (wir sind z. B. der Meinung, dass die Mexikaner und Guatemalteken freundlicher sind - vielleicht auch besonders dann, wenn man sie auf Spanisch anspricht, aber die Deutschen machen eigentlich auch keine schlechte Figur!). Wir muessen sagen, die Laoten gefallen uns besser. Sie sind hilfsbereiter und freundlicher, sie koennen sogar besser Englisch (!!! Haetten wir nicht gedacht, da Laos ja aermer und weniger touristisch ist). Die Laotinnen sind schoener und alles, der Verkehr und das Stadtleben, ist hier etwas entschleunigter und entspannter.

Wir hatten uns gerade an die Umrechnung von Baht in Euro, an den Linksverkehr und die paar wenigen Thai-Floskeln gewoehnt, die wir mittlerweile einigermassen sicher beherrschen. Naemlich "Sawadiikaaah" bzw. "Sawadiikrab" fuer "hallo" (weibliche und maennliche Grussform) und "kopunkaaah" bzw. "kopunkrab" fuer "danke". Hier in Laos heisst die Waehrung "Kip" (wird nicht "kipp", sondern "kiip" gesprochen), hier herrscht wieder Rechtsverkehr (in Thailand haben wir beim Ueber-die-Strasse-gehen eigentlich immer in die falsche Richtung geschaut) und neue Floskeln muessen wir uns auch angewoehnen. Aber nicht zu gut, denn in einigen Tagen fahren wir ja schon weiter nach Kambodscha. Nach Vietnam werden wir es wohl nicht mehr schaffen, dafuer denken wir gerade ueber einen Inlandsflug nach.

So, das wars fuer heute, Fotos werden hoffentlich irgendwann auch mal wieder hochgeladen!

Chiang Khong - Houay Xai - Pakbeng

Freitag, 17.08.2012

Dort haben wir in mehreren verwirrenden Schritten Stempel und Visa bekommen und uns dann im stroemenden Regen eine Unterkunft gesucht. Houay Xai ist eigentlich ausschliesslich auf Touristen ausgelegt, die dort fuer eine Nacht bleiben, um am naechsten Morgen mit dem Slow boat die zweitaegige Mekong-Bootsfahrt nach Luang Prabang anzutreten. Also konnte man abens ueberall Bestellungen fuer Sandwiches aufgeben, die man dann am naechsten Morgen abholen konnte. Da wir so viel Essen geordert haben, haben wir sogar noch Bananen und einen Karotten-wellig-Schaeler umsonst oben drauf bekommen ;-)

Am naechsten Morgen wurden wir zwei Stunden vor Abfahrt des Bootes mit dem Tuktuk zum Hafen gebracht. Zuerst haben wir uns etwas gewundert, warum wir schon um halb zehn dorthin fahren sollten - obwohl die offizielle Abfahrtszeit des Bootes fuer 11.30h angesetzt war. Das war jedoch trotzdem gut so, weil wir am Ableger erstmal Tickets fuer unsere Sitzplaetze bekommen haben und wer frueher da war, hatte bequeme, autoaehnliche Sitze und keine Holzbaenke (was bei einer zweitaegigen Fahrt nicht egal ist).

Die Fahrt war eigentlich sehr schoen und wir haben viele viele Fotos gemacht, auf denen man einen sehr braunen Mekong, darueber gruene Berge und Waelder und ganz oben den Himmel sieht. Landschaftlich also nicht gerade vielseitig, aber trotzdem schoen. Diese Bootsfahrt ist bei Touristen sehr beliebt und gehoert zur gaengisten Reiseroute durch Laos.

Am Mittwoch kamen wir nach sieben Stunden Fahrt (und damit unvorbereitet, weil wir uns vorsichtshalber auf neun Stunden eingestellt hatten) in Pakbeng an. Aehnlich wie Houay Xai ist Pakbeng ein einziges Touristen-Versorgungs-Zentrum: Wenn taeglich am fruehen Abend das Boot mit den bis zu Hundert Touristen aus aus Houay Xai einlaeuft, versammelt sich das gesamte Dorf am Hafen. Die Erwachsenen zeigen Bilder von ihrem Guesthouse und wollen die Backpacker mitnehmen, die Kinder wollen sich um deren Gepaeck "kuemmern" (also es stehlen). Wir hatten schlauerweise ein Hostel reserviert und wurden dann auch direkt hingefahren. Auch in Pakbeng konnte man ungefaehr bei jeder Frau Baguettes in Auftrag geben und sie am naechsten Tag vor der Bootsabfahrt abholen. Jeden Morgen geht also das Gewusel der Backpacker wieder los und wenn dann alle weg sind, kehrt in Pakbeng wieder Ruhe ein - jeder geht seinen traditionellen Taetigkeiten nach, bis am Nachmittag alles wieder von vorne losgeht.

Chiang Rai - Chiang Khong

Freitag, 17.08.2012

Am Dienstag wollten wir uns in Richtung Grenze zu Laos auf den Weg machen, haben es uns aber nicht nehmen lassen, am Vormittag noch das Hilltribe Museum in Chiang Rai zu besuchen. Das hat sich gelohnt; es ging mit einem Film auf Deutsch los, in dem die wichtigsten bzw. zahlenmaessig groessten Hilltribes (Bergvoelker) vorgestellt wurden, also die Karen, Yao, Akha (in deren Dorf wir waren), Lisu und Hmong. Das war sehr interessant, vor allem haben wir uns etwas geaergert, dass wir voellig ahnungslos in Akha waren, dabei haetten wir - ein bisschen Vorbildung vorausgesetzt - dort einiges beobachten koennen. Auch ueber die Tracht, die Lebensweise und den Glauben der Voelker konnte man in diesem Museum viel lernen.

Urspruenglich hatten wir ja auch geplant, in Chiang Mai die typische Touristentour zu machen, bei der gaengigerweise ein Elefantenritt mit einem Wasserfallbesuch, Whitewater rafting und einem Besuch in einem Bergdorf kombiniert wird. Meistens werden hier die "Longneck Karen" angepriesen, die sich mit Hilfe vieler goldener Ringe kuenstlich die Haelse verlaengern. Wir hatten uns dann jedoch gegen den Besuch eines solchen Menschenzoos entschieden, weil wir Verschiedenes ueber das Phaenomen lange Haelse gehoert hatten: Zum einen hiess es, dass die Karen diese Tradition aufgegeben haben und nur noch wenige von ihnen weiterhin ihre Haelse verlaengern, um damit zahlungskraeftige Touristen anzulocken. Ausserdem kommen die Karen wohl urspruenglich gar nicht aus Nordthailand, sondern aus Myanmar! Sie werden jedoch nach Thailand angekarrt, damit die Tourenveranstalter gutes Geld mit ihnen verdienen koennen. Und so ist es auch tatsaechlich: Im Bergland Nordthailands werden sogenannte "Originaldoerfer" gebaut, in denen die Karen dann leben duerfen. Sofern sie brav ihre Ringe tragen, bekommen sie monatlich so eine Art festes Gehalt. Die Maenner werden mit monatlich zwei Euro fuer Reis abgespeist, da sie die Ringe grundsaetzlich nicht tragen. Die Touristen kommen dann in diese Doerfer und zahlen fuers Gaffen. Das Problem ist, dass es den Karen in Myanmar noch schlechter gehen wuerde - daher bleiben sie in Thailand, wo sie wenigstens etwas Geld zum leben bekommen, auch wenn sie keine thailaendische Staatsbuergerschaft und damit keinen Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem haben.

Soviel zum Hilltribe Museum - danach ging es mit einem uralten Klapperbus auf einer landschaftlich sehr schoenen Strecke weiter nach Chiang Khong. Was gibt es dort? Nichts ausser dem Grenzuebergang zu Laos. In Chiang Khong haben wir uns mit dem Tuktuk zum (etwas mickrigen) Grenzgebaeude direkt am Mekong bringen lassen, uns einen Stempel geholt und sind mit einem Kahn ueber den Fluss gefahren, wo wir am anderen Ende auf dem laotischen Festland Houay Xai erreicht haben.

Chiang Mai - Chiang Rai

Montag, 13.08.2012

(Fotos werden bald hochgeladen, das geht an diesem Computer nicht - mal sehen wie's in Laos geht)

Da sind wir wieder!

Schweren Herzens haben wir heute vormittag Chiang Mai verlassen, wo wir seit Mittwoch frueh waren - und wo es uns super gefallen hat. Das Hostel war toll, wir haben schoene Unternehmungen gemacht und das Wetter war auch angenehm.

Auf dem Doi Suthep war es ganz schoen, der Tempel auf dem Berg war allerdings mit Menschen ueberfuellt und es gab auch wahnsinnig viele Marktstaende - obwohl man von der Stadt aus erstmal eine kurvige Anfahrt von 13 Kilometern hat. Zum Wasserfall sind wir dann doch nicht gefahren, weil uns Taxifahrer (die einen ja kaum davon abhalten wollen, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen) gesagt hatten, dass man dort nicht schwimmen koenne. Also sind wir wieder heimgefahren und haben im Pool gebadet.

Wir hatten zwei nette deutsche Maedels kennengelernt, mit denen wir abends auf dem Nachtmarkt waren. 

Zum Thema Hostels: Die Hostels sind hier eigentlich eher guenstige Hotels. Das merkt man daran, dass es fast nie Dorms (Schlafsaele) gibt, sondern hauptsaechlich Doppelzimmer. Ausserdem sind die Hostels nicht automatisch auch eine Bar und man bekommt sogar Handtuecher, was fuer Hostels absolut unueblich ist. Ausserdem bekommt man einen Schluessel und muss sein Hab und Gut nicht unbewacht im Schlafsaal lassen. Dadurch, dass die Hostels etwas anonymer sind, lernt man aber auch wiederum nicht so schnell andere Backpacker kennen.

Gestern haben wir eine Trekkingtour gemacht, die wir beim Tourenanbieter unseres Vertrauens gebucht hatten. Urspruenglich hatten wir vor, eine zwei- oder dreitaegige Tour zu machen, wo man irgendwo im Dschungel oder bei einem Bergvolk uebernachtet. Da wir jedoch festgestellt hatten, dass das Programm bei den laengeren Touren das gleiche ist, haben wir uns fuer die Eintagestour entschieden. Zunaechst wurden wir zu zwoelft in einen Bus gepackt (Lieferwagen, die hier als Taxi dienen). Dann sind wir etwa eine Stunde gefahren, bis wir im Dschungel waren. Dort stand ein Elefantenritt auf dem Programm. Auf dem Weg sind uns schon einige Elefanten mit Menschen drauf begegnet, die ueber die Strasse getrottet sind, aber bei uns ging es zum Glueck durchs Gruene, nicht ueber Asphalt. Wir sind auf eine Art hoelzernen Hochstand gestiegen und von dort in den Korb, der auf dem Elefantenruecken befestigt ist. Wir muessen sagen, man hat schon Respekt, wenn man in ein paar Metern Hoehe auf einem so grossen Tier sitzt, das man nicht kennt und nicht einschaetzen kann. Dann gings los. Bei jedem Schritt des Elefanten (ein 30 Jahre altes Maennchen hat uns getragen) hat der Korb einen riesigen Ruck getan und man musste sich schon wirklich gut festhalten. Vor allem, wenn es bergab ging, wurde es spannend. Wir sind zu einem Fluss getragen worden, ein vier Jahre alter kleiner Elefant war (ohne Fuehrer und ohne "Last") auch mit dabei. Dann ging es zurueck zum Bus und wir sind ein Stueckchen weitergefahren. Auf dem Weg wurde es so schlammig, dass eine andere Tourgruppe mit ihrem Bus stecken geblieben ist. Also alle raus und erstmal Staunen! Dann sind ein paar von uns wieder eingestiegen und wir haben den anderen Bus aus dem Schlamm-assel rausgezogen.

Weiter gings zu einer Holzhuette, wo wir unser Mittagessen eingenommen haben ("International fried rice with elephant egg"). Danach wurden wir mit Bambusstoecken ausgestatten und sind zu einem Wasserfall gelaufen/gestiegen/geklettert. Es hiess, es wuerde eine Stunde dauern, aber wir waren motiviert und sind innerhalb von 45 Minuten hochgerannt. Der Wasserfall war eiskalt und nach so einem anstrengenden Aufstieg durch die Hitze die beste Belohnung:

FOTO

Nach Abkuehlung und Abstieg sind wir noch ein Stueckchen weitergefahren, haben uns Schwimmwesten und Helme angezogen, uns jeder ein Paddel geschnappt und wurden ins Rafting eingewiesen. Wir wurden auf die Befehle "forward", "back", "faster", "over left/right" und "get down" getrimmt und sind dann ins Boot gestiegen. Der Fluss war durch die Regenfaelle (Regenzeit) zwar braun, trotzdem hiess das Ganze "Whitewater rafting". Das Raften hat Spass gemacht, zeitweise sind wir zwar eher geduempelt, in den Stromschnellen war es aber ganz lustig, ein paar Mal sind wir auch an Felsen haengen geblieben und wenn wir dann wieder runtergerutscht sind, sind wir von oben bis unten platschnass geworden. Nach 45 Minuten hiess es dann umsteigen aufs Bambusfloss. Das war irgendwie Quatsch. Wir waren naemlich zu viele Leute und zu schwer fuer das Floss, weswegen das Floss zehn Zentimeter unter dem Wasser lag und wir in der braunen Bruehe sassen anstatt darauf. Nach 15 Minuten war die Fahrt aber vorbei und wir durften uns duschen. Anschliessend sind wir noch in ein Bergdorf des Bergvolks der Akhsa gefahren. Wahrscheinlich nur deswegen, weil es auf dem Weg lag - es war naemlich einfach nur langweilig. Wir sollten dort sehen, wie der Stamm dort lebt und brav ein paar Fotos machen. Es gab aber absolut nichts zu sehen, lediglich westlich angezogene Dorfbewohner und eine kostuemierte Frau, weswegen unser guide uns ein Bambushaus gezeigt hat und uns animiert hat: "Take photo, take photo!" Alle voellig desinteressiert - aber hier ist das Foto:

FOTO

Die Tour war sehr schoen, wenn die Bambusflossfahrt auch etwas eklig und das Bergdorf etwas langweilig war. Hier ist alles recht gut organisiert und die Asiaten setzen auch schon auf Puenktlichkeit - heute sind wir sogar tatsaechlich nach drei Stunden Fahrt in Chiang Rai angekommen, obwohl der Lonely Planet Fahrtzeiten von drei bis sieben Stunden angegeben hatte.

Tja, nun sind wir in Chiang Rai und vermissen Chiang Mai mit unserem schoenen Hostel und dem tollen Pool. Dort haben wir uns schon fast ein bisschen heimisch gefuehlt und sind ja auch fuenf Naechte dort geblieben. Vorhin sind wir also am Bus Terminal angekommen. Die Busstationen sind hier (anders als bspw. in Mexico) leider nicht in den Staedten, sondern ein paar Kilometer ausserhalb. Das frisst Zeit, weil man sich nicht einfach kurz auf der Karte orientiert und zu Fuss ein paar Hostels ansteuert, sondern man erstmal herausfinden kann, wo man ist, wie man wegkommt, von wo die Taxis in die Stadt fahren, wie lange sie brauchen, was das Ganze kostet und wo man ueberhaupt hinwill. Wir haben uns vorhin also in die Innenstadt bringen lassen und sind ein bisschen herumgeirrt, bis wir unser Hostel gefunden haben.

Fuer morgen ist der Plan folgendermassen: Chiang Rai ist recht klein und scheint auch nicht allzu viel zu bieten zu haben. Wir werden also am Vormittag die paar Sehenswuerdigkeiten abklappern und dann unsere Sachen holen, um von der alten bus station (die sehr nah an unserem Hostel liegt, zum Glueck mal in der Innenstadt) nach Chiang Khong zu fahren. Was gibts da? Nichts, nur den Mekong, und wenn man den an dieser Stelle ueberquert, kommt man am anderen Ufer in Laos raus - weswegen es Touristen auch dort hinzieht. Wir kommen dann also in Huay Xai an, kaufen unser Visum und holen uns den laotischen Stempel, und von dort aus werden wir dann eine zweitaegige Bootsfahrt auf dem Mekong machen, die uns nach Luang Prabang bringt. (In dieser Zeit werden wir wohl auch kein Internet haben.) Von Luang Prabang aus werden wir dann weiter durch Laos ziehen, vielleicht fahren wir dann auch nach Vietnam, und dann geht es durch Kambodscha wieder nach Thailand. Wir duerfen allerdings nicht zu frueh wieder einreisen, da wir bei der Einreise ueber Land nur ein 15-Tages-Visum bekommen.

Entspannte Tage in Chiang Mai

Samstag, 11.08.2012

So, Neuigkeiten aus Chiang Mai, wo es zum Glueck immer recht bewoelkt und ertraeglich warm ist. Der erste Tag (unser Bangkok-Sightseeing-Tag) war bisher eindeutig der heisseste und sonnigste.

Hier in Chiang Mai gefaellt es uns sehr gut, weswegen wir hier insgesamt mindestens vier Naechte verbringen werden. Es ist auch mal ganz schoen, irgendwo "heimisch" zu werden und nicht immer nur das Allernoetigste auspacken zu duerfen.

In Chiang Mai ist der Verkehr wesentlich beruhigter als in Bangkok, dadurch ist auch die Luft besser, und unser Hostel liegt perfekt: Innerhalb von fuenf bis zehn Minuten ist man ueberall, wo man hinwill. Trotzdem hoert man nicht ein einziges Auto durch und am Pool ist es auch sehr still.

Vorgestern Abend waren wir ja mit dem anderen deutschen Paar zum Abendessen verabredet. Da hier ja alles ohne Handy klappen muss, waere es fast schief gegangen.

Gestern sind wir dann vormittags, nachdem wir uns mit Regencapes eingedeckt hatten, zum Frauengefaegnis gefahren und haben uns fuer eine einstuendige, traditionelle Thaimassage angemeldet. Die war mehr (Philipp) oder weniger (Franzi) schmerzhaft und hat mit einer "normalen" Massage nicht allzu viel zu tun: Es werden von oben bis unten alle Koerperteile verdreht, gedehnt, daran gezogen etc; die Masseusen setzen sich auf einen drauf und druecken mit den Unterarmen auf saemtliche Muskeln. Dabei scheinen sie genau zu wissen, wo's dem gemeinen Backpacker so wehtut, und da wird dann draufgedrueckt. Das war auf jeden Fall eine besondere Erfahrung und bestimmt (nicht! --> Franzi) die letzte Thai-Massage.

Nach soviel Entspannung mussten wir uns erstmal in einem Strassenrestaurant die Baeuche vollschlagen. Ohne zu verstehen, was an der Wand auf Thai steht, haben wir ins Blaue hinein etwas bestellt und wurden nicht enttaeuscht:

 Leider ungedreht - Vorne und hinten: Reis mit Schwein, dazwischen Suppe mit allem moeglichen drin, das dunkle ist eine leckere suess-saure Sosse, das Gruene auch nochmal Suppe, die zum Reis mit Schwein gehoert - sehr lecker!

Anschliessend ging es mit den Raedern weiter zum Wat Chedi Luang. Wats (also Tempel) gibt es hier wirklich ueberall. In jeder Strasse findet man sie, allerdings sind die meisten relativ klein und auch nicht uebermaessig bekannt. Das Wat Chedi Luang ist sehr gross und 600 Jahre alt. n der Ostnische stand hier fuer mehr als hundert Jahre der "Smaragdbuddha", der jetzt im Wat Phra Kaew in Bangkok residiert. Ausserdem hat man dort die Moeglichkeit zum "monk chat", also zum Gespraech mit einem Moench. Das empfinden die Moenche auch nicht als aufdringlich, sondern es fordert einen sogar ein Schild dazu auf: "don't look from far away and walk away, talk to us!" (Sinn: Die Moenche sollen ihr Englisch ueben!) Das haben wir getan und uns mit Souloth, einem 19jaehrigen, laotischen Moenchsnovizen unterhalten. Unsere Scheu ist bei seiner ersten Frage "You're from Germany? So you like football?" gewichen. Er hat uns erzaehlt, dass er morgens um 5 aufsteht und mit den anderen Moenchen den Tempel putzt. Dann ziehen sie los und sammeln Almosen, also Essen, das ihnen die Buerger schenken. Mittags essen sie dann nochmal, aber das wars dann mit der Nahrungsaufnahme. Wenn Souloth 20 wird, ist er ein "fertiger" Moench. Entschlossen hat er sich uebrigens mit 12 Jahren, Moench zu werden.

Dann mussten wir ganz schnell unsere Fahrraeder zurueck bringen, sind nach Hause und in den Pool gegangen und haben auf die Franzosen gewartet, die uns abholen sollten. Haben sie aber nicht, weswegen wir allein zum Essen losgezogen sind. In einem Strassenrestaurant gab es eine sehr scharfe Suppe. Zum Thema scharfes Essen in Thailand: Kommt immer drauf an! Manche Gerichte (z. B. die Suppe Tom Yum) bekommt man manchmal eben scharf. Oft darf man aber auch sagen, wie spicy man es gerne so haette. Andere Gerichte wiederum sind von vornherein nicht scharf bzw. man kann in der Karte einfach bei den milden Gerichten nachschauen.

Heute frueh stand dann ein Kochkurs an, von dem wir gerade heimkommen. Der Kurs bekommt in den Kategorien Spassfaktor, Kultur und Essen, Nachhaltigkeit und Erinnerungsfaktor volle Punktzahl! (An dieser Stelle special thanks to Susi und Albert)

Um 9 Uhr ging es los, zwoelf Leute (hauptsaechlich Deutsche, darunter eine vierkoepfige Familie) haben sich in der Kochschule versammelt. Auf einer Karte konnten wir sehen, was wir kochen duerfen. Wir hatten sechs Stunden Zeit und hatten in sechs Kategorien die Auswahl: Jeder hat ein "Stir Fried" Gericht gekocht, einen "Appetizer", eine Suppe, eine Currypaste, daraus wiederum ein Curry (mehr oder weniger scharfes Gericht) und ein Dessert. Jede Person hatte ihren eigenen Wok und hat aus jeder Kategorie eben eines aus 3 oder 4 Gerichten auswaehlen koennen, aber auch mitbekommen, wie die anderen Gerichte gemacht werden.
Wir haben gekocht: Als Stir Fried "Cashewnut with Chicken" (Franzi) und "Pad see uw" (Philipp), als Appetizer "Spring roll" (Franzi, mit Wettbewerb wer sie am schoensten hinbekommt) und "Glassnoodle salad" (Philipp), als Suppe "Coconut milk soup" (Franzi) und "Tom Sab" (Philipp, ganz schoen scharf), als Currypaste haben wir "Panang" (rote Currypaste mit zerstossenen Erdnuessen) gemacht, als Curry "Panang curry" (Franzi) und "Massaman curry" (mit weiteren Gewuerzen wie Zimt oder Sternanis, Philipp) und als Dessert gab es dann fuer Franzi "Deep fried banana" (frittierte Bananenscheiben im Kokosnussteigmantel, suuuperlecker) und fuer Philipp "Sticky rice with mango" (beliebtes, auch sehr leckeres Dessert in Thailand, gibt es auch ueberall auf der Strasse zu kaufen). Bevor jedoch gekocht wurde, sind wir auf den Markt gegangen, wo unser Kursleiter uns die Zutaten (Reis, Reisnudeln, Pilze etc.) vorgestellt hat. Danach haben wir im hauseigenen Garten die notwendigen Gewuerze kennengelernt.

Der Kurs hat unglaublich Spass gemacht, war super durchorganisiert, wir haben insgesamt zwoelf (!) verschiedene Gerichte gelernt und koennen sie dank mitgeliefertem "Cookbook" auch nachkochen.

Das sind die Zutaten (das fluessige im Schaelchen ist Palmzuckersirup)Unser Welcome-Snack - von jeder Geschmacksrichtung (suess, sauer, salzig, bitter etc.) ist was dabei. Das Blatt wird dann gefaltet und gegessen - schmeckt gut!

Chicken with Cashewnut bei der Zubereitung (1 Loeffel Zucker, 2 Loeffel Fishsauce, 3 Loeffel Oyster sauce, ausserdem 2 EL Oel)fertig - und mit Reis!Hier haben wir gegessen. Wie so oft in Asien ist der Tisch sehr niedrig, weil man das Essen im Schneidersitz auf den Kissen einnimmt.Beim FruehlingsrollendrehenFranzi und Earie, hier werden gerade die Bananenscheiben frittiert und gewendetZutaten fuer rotes und gruenes Curry (Chilli, Zitronengras, Thai Ginseng, Schalotten, Knoblauch, Kurkuma etc.)Philipp hat gezaubert: Tom Sab (Suppe vorne), Massaman Curry, Sticky rice with mango (der Rest ist schon vertilgt worden)Franzi hat gekocht: Coconut milk soup (vorne links), Panang curry, deep fried banana with coconut sauce

 

Jetzt sind wir daheim und es regnet.

Fuer morgen ist der Plan, auf den Doi Suthep (Berg) zu fahren, dort das Wat Suthep zu besichtigen, dann zu Naturpools und Wasserfaellen zu fahren und danach wieder heim.

Uebermorgen wollen wir eine eintaegige Tour machen, auf der wir Bambusfloss fahren, einen Elefantenritt machen, zu einem Bergvolk fahren (wo die Menschen dank Goldringen um den Hals ganz lange Haelse haben) und so weiter. Darauf freuen wir uns schon. Bald geht es dann allmaehlich Richtung Laos weiter. Wir haben es genau richtig gemacht, indem wir uns erstmal nur einen Reisefuehrer fuer Thailand mitgenommen haben, denn gestern haben wir hier einen guenstigen, gebrauchten Reisefuehrer fuer Laos, Kambodscha, Vietnam und den Norden Thailands erstanden - also fuer genau die Laender, die uns noch bevorstehen. Wobei wir noch nicht genau wissen, ob wir bis nach Vietnam kommen (wollen). Aber wir sind ja flexibel und unsere Reiseroute zum Glueck auch :-)

(Nachtrag: Der Eintrag stammt von gestern, allerdings ging der Blog dann nicht mehr. Heute waren wir schon auf dem Doi Suthep. Mehr dazu demnaechst)

Pattaya - Bangkok - Chiang Mai

Mittwoch, 08.08.2012

Gestern dachten wir uns dann: Sooo schoen ist der Strand hier auch nicht, dass es sich zu bleiben lohnt. Schliesslich hatten wir nie unbedingt nach Pattaya gewollt. Also waren wir nur kurz im Meer und haben dann ein Taxi zur Busstation genommen, um den Rueckweg nach Bangkok anzutreten. Im Bus sind wir halb verhungert, hatten aber zum Glueck die Gesellschaft von zwei lustigen Chinesen, die uns mit Bananen versorgt haben.

Um fuenf Uhr nachmittags dann Ankunft in Bangkok. Mit der Metro ging es dann wieder weiter zum Hauptbahnhof, wo wir ein Ticket fuer den Nachtzug nach Chiang Mai kaufen wollten. In Pattaya am Hauptbahnhof ging das anscheinend nicht und man hatte uns gesagt, dass die Nachtzuege sowieso nie ausgebucht sind. Dummerweise hat aber die von den Thailaendern geliebte und verehrte Queen Sirikit am 12. August Geburtstag (sie wird naemlich 80), am gleichen Tag ist auch noch Muttertag, ausserdem sind gerade Ferien. Daher waren die Nachtzuege fuer mehrere Tage im Voraus ausgebucht, weil alle Thailaender gerade irgendwohin zu fahren scheinen. Wir mussten also eine Alternativloesung finden und haben uns nach langem Ueberlegen fuer einen teuren Nachtbus nach Chiang Mai entschieden, da wir nun mal nach Chiang Mai wollten.

Bahnhofshalle in Bangkok. Gegen Abend lagen lauter Thais mitten auf dem Boden und haben gegessen und geschlafen...

Um sechs Uhr frueh kamen wir in Chiang Mai an, liefen zu Fuss in die Stadt rein und hatten um halb acht ein nettes, ruhiges, bezahlbares Hostel mit schoenem Pool (!!!) gefunden. Anders als bspw. in Mexiko oder Guatemala ist bei den Hostels in Thailand nie Trinkwasser, Fruehstueck und/oder Internet inklusive. In diesem Hostel ist aber zumindest Internet mit dabei.

Was wir in Chiang Mai machen wollen, wissen wir noch nicht so genau. Man kann hier zahlreiche Tempel besichtigen, Trekkingtouren und Dschungeltouren machen, Kochkurse besuchen etc. Uns wird schon nicht langweilig werden, daher wollen wir hier auch mal ein paar Naechte bleiben, bevor es dann wahrscheinlich weiter in Richtung Chiang Rai geht. Morgen Abend treffen wir uns mit einem franzoesischen Paar, das die gleiche abenteuerliche Anfahrt hinter sich hat, zum Essen. Vorhin waren wir an unserem Pool (fast als einzige, deswegen sogar mit Liegen) und danach haben wir uns Fahrraeder geliehen. Wir sind zum Frauengefaengnis gefahren, wo man sich massieren lassen kann - auch wenn man das an jeder Strassenecke oder auch zwischendrin auch machen kann. Leider hatte das Massagezentrum schon geschlossen, aber wir fahren morgen nochmal hin. Anschliessend sind wir zum Wat Phra Singh gefahren. Hier in Chiang Mai gibt es in fast jeder Strasse ein oder zwei Wats und Moenche sieht man auch ueberall, aber das Wat Phra Singh ist das beruehmteste hier. Als wir gerade weiterfahren wollten, hat es angefangen wie aus Eimern zu schuetten und wir haben uns in einer Art Garagen-Souvenirshop untergestellt. Als es aufgehoert hat zu regnen, sind wir weitergefahren - und prompt noch nasser geworden, weil es dann erst richtig angefangen hat.

Fuer heute Abend (also schon in einer halben Stunde) sind wir mit einem anderen deutschen Paar zum Essen verabredet. Die beiden hatten wir schon in Bangkok in unserem Hostel kennengelernt und heute zufaellig wieder getroffen.

Wir hoffen, dass der Blog sich jetzt wieder ordentlich aufrufen laesst und dass wir bald wieder schreiben koennen!

Bangkok - Si Racha - Pattaya

Mittwoch, 08.08.2012

Irgendwann war es dann spaet genug, um es nochmal beim Dusit Palace Park zu versuchen. Irgendwann hatten wir sogar den Eingang gefunden - aber: closed on Mondays! Obwohl auf unserer Eintrittskarte (die wir schon mit dem Grand-Palace-Ticket bekommen hatten) stand: open everyday. Diesmal hatte uns niemand gewarnt... Dann wollten wir wenigstens noch zum groessten Teakhausgebaeude der Welt und ins Elefantenmuseum (die Tuktukfahrer wieder: is klos!, wir: jaja...) - aber auch das hatte zu. Wir sind enttaeuscht ins Hostel zurueckgekehrt und abgereist, da wir beschlossen hatten, der Bangkok-Hitze zu entfliehen und nach Si Racha (oder: Sriracha) zu fahren, einem Kuestenort etwas suedlich von Bangkok. Also zu Fuss zum Bus, mit dem Bus zur Metro, mit der Metro zum Sky Train (eine Art sehr ueberirdische U-Bahn) und dann von der Ekkamai bus station mit dem Reisebus zwei Stunden Fahrt nach Si Racha.

Si Racha ist ein schoener kleiner Kuestenort - dachten wir:

Im wunderschoenen Strandoertchen Si Racha - bzw. auf der Ueberfuehrung einer haesslichen Industriestadt mit Hafen, aber ohne Strand

Nach langer Suche (in Hitze und mit Backpack) hatten wir endlich ein Hostel direkt am Wasser gefunden und durften feststellen, dass man in Si Racha nicht baden kann (Dreckbruehe) und es auch keinen Strand gibt. Grosser Aerger und den ganzen Fussweg zurueck, dann mit dem Minibus weiter nach Pattaya. Dass Pattaya eigentlich fuer seinen Sextourismus bekannt ist und touristisch ueberlaufen, wussten wir - aber es war nun mal der naechste Ort MIT Strand. Nach weiteren 45 Minuten Fahrt, es wurde schon dunkel, kamen wir bei stroemendem Regen in Pattaya an. Zum Glueck bedeutet hier Regenzeit jedoch nicht wie in Mexiko, dass es ab vier Uhr nachmittags den Rest des Tages regnet. Hier dauert es hoechstens 30 Minuten. Dann konnten wir ein Lieferwagentaxi besteigen und uns in Richtung Strand bringen lassen. Dort haben wir uns dann eine Unterkunft gesucht und sind losgezogen, um mal wieder etwas zu essen. Auf dem Weg sahen wir ueberall fette weisse Maenner mit ein paar Thaifrauen auf dem Schoss. Die Realitaet bzw. der echte Anblick uebertrifft die Vorstellung... In einem Ort wie Pattaya gibt es leider nur die Wahl zwischen "ueberteuert" und "Touri-Doener", also sind wir lieber total stilecht zum Italiener gegangen...

Immer noch in Bangkok

Mittwoch, 08.08.2012

So, hier sind wir wieder! Vorab zwei Dinge: Manchmal laedt der Blog stundenlang bzw. er laedt eben stundenlang NICHT. Dann einfach spaeter nochmal versuchen. Wenn man auf die Bilder klickt, sieht man sie in gross und mit Beschriftung.

 

In den letzten Tagen hatten wir leider keine Zeit, einen Blogeintrag zu verfassen. Das lag unter anderem daran, dass wir ein bisschen Pech hatten...

In Bangkok haben wir am ersten Tag (also am Sonntag) nach einem leckeren Backpackerfruehstueck in unserem Hostel erstmal die "wichtigsten" Stationen abgeklappert, die da waeren: Grand Palace (Koenigspalast), darin Wat Phra Kaew (Wat = Tempel) und Wat Pho. Auf dem Weg zu Fuss dorthin wurde uns klar, dass die Luft in Bangkok eine Mischung aus Gestank (Abgase) und Hitze ist, womit wir uns erstmal anfreunden mussten.

Hier ein paar Bilder von Bangkok:

Strassenszene in Bangkokgelb-gruenes Taxi......und typisches pinkes Taxi!Tuk-tukBeten mitten im Strassenverkehr

Dank Susi wussten wir, dass man den Tuktuk- und Taxifahrern nicht glauben darf, wenn sie sagen: "Gra Pala klos tode!" (Grand Palace is closed today, damit man sich von ihnen lieber woanders hinkutschieren laesst.) Davon haben wir uns nicht beeindrucken lassen und sind zum Koenigspalast gegangen, der natuerlich offen war. Dort wurden wir am Eingang von einem Ansager mit Mikrofon herausgefischt, da nicht "properly dressed". Also haben wir uns in die Schlange mit den vielen zu leicht bekleideten Auslaendern gestellt und fuer Philipp eine schicke lange Hose ergattert. Franzi musste den zum Glueck selbst mitgebrachten Pulli anziehen. Und das bei Temperaturen, bei denen man sich ungern ueberhaupt bewegt.

Am Eingang des Grand Palace

...aber die Bestimmungen sind streng!

Der Grand Palace ist ein Komplex aus vielen einzelnen Gebaeuden, Tempeln etc. Der beruehmteste Tempel ist das Wat Phra Kaew (Aussprache: wissen wir auch nicht). In diesem Tempel gibt es eine kleine Buddhastatue, die mit viel Pomp und Gold umgeben ist. Eine zeitlang glaubte man, der Buddha waere aus Smaragd, dabei ist er nur aus gruenem Jade. Dieser Tempel ist ungefaehr das groesste Heiligtum der Thailaender. Wer vor der Statue betet, setzt sich im Meerjungfrauensitz hin: Die Beine werden auf eine Seite abgeknickt, sodass niemals die Fuesse (da unheiligstes Koerperteil) zum Buddha zeigen sollen. Den Smaragdbuddha durfte man leider nicht fotographieren.

Wer in die Tempel reinwollte, musste seine Schuhe davor ausziehen. Und dann ganz schnell in den Tempel rennen, da die Fuesse bei der Hitze auf dem Boden fast verbrennen...

Gebaelk eines TempelsIm GlockenturmAlles in Gold!

Nachdem wir den Grand Palace inklusive Wat Phra Kaew (oder Kaeo) besichtigt hatten, waren wir schon total ko durch die Hitze. Also erstmal Pause beim Mittagessen im klimatisierten Restaurant, bevor es weiterging zum Wat Pho. Auf dem Weg kamen wir ueber den Amulettmarkt, auf dem z. B. Moenche, Taxifahrer oder Menschen in gefaehrlichen Berufen ihre Gluecksbringer erstehen. Es gab unzaehlige kleine Buddhas und so weiter zu kaufen. Dann kamen wir beim Wat Pho an (die Taxifahrer wieder: Wat Pho klos klos).

Das Wat Pho ist ebenfalls eine beruehmte Tempelanlage, aber nicht ganz so ueberlaufen wie die vorherigen Sehenswuerdigkeiten. Die Hauptattraktion ist der liegende Buddha, der 46m lang (!!!) und 15m hoch ist. Damit ist er kaum kleiner als der Tempel, der ihn umgibt! Auch hier haben alle Besucher ihre Schuhe vor dem Tempel ausgezogen und sie in einem Schuhbeutel durch den Tempel und um den Buddha herumgetragen.

Man kann die Buddhastatue leider nur in Teilen fotographieren - aber wir haben's probiert:

Koenigsverehrung (Koenig Bhumibol und Koenigin Sirikit, die in vier Tagen 80 wird) - ueberall in der Stadt zu sehenBuddha von den Fuessen aus fotographiertDer KopfDer Teil unterm Kopf (vorne der Ellbogen)

Kleiner fetter BuddhaAlles in bunt!

Nach dem Wat Pho hatten wir fuer unseren ersten Tag erstmal genug gesehen und haben uns auf den langen Heimweg gemacht.

Unser Eindruck von Bangkok: laute, hektische und stinkende Grossstadt, aermliche Altstadt (den Wohlstand findet man woanders), schwer zu durchschauende Reisemoeglichkeiten (welcher Bus und welcher Zug faehrt wo ab?) Als Tourist kommt man tatsaechlich am besten in der Khao San Road oder Umgebung unter. Dort bekommt man nicht nur ein Hostel, sondern auch etwas zu essen, was nicht nur in Thai dasteht.

Bangkok - die zahlreichen Roller schlaengeln sich bei rot immer ganz nach vorne und fahren dann wie bei der Formel 1 gleichzeitig losStrassenschild - hier auch auf Englischvierseitiger ElefantMenue bei einem Strassenstand - jedes Essen fuer ca. 1 Euro...und so sieht das dann aus: Nudeln/Reis mit Gemuese und/oder Fleisch und evtl. Nuessen oder Tofu

Zum Thema Thai: Die Sprache ist fuer uns voellig unverstaendlich, man kann eigentlich fast nicht mal einzelne Woerter wiedererkennen. Die Schrift ist genauso schwierig. In den weniger touristischen Zonen steht leider fast nie irgendwas auf Englisch da, weswegen man dort z. B. schlecht essen kann. Das ist schade, da es sich dann oft um wirklich typisch thailaendisches Essen handelt! Das Englisch der Thais ist oft sensationell schlecht. Es kann schon mal vorkommen, dass sie das Wort "bus" nicht kennen. Und das, obwohl in den oeffentlichen Verkehrsmitteln immer alles auch auf Englisch dasteht...

Am Montag sind wir frueh aufgestanden, da sind die Temperaturen noch am ertraeglichsten. Wir wollten zum Dusit Palace. Der lange Fussmarsch entlang an einer stark befahrenen Hauptstrasse und ueber stinkende Kanaele ohne Fruehstueck im Magen hat uns fast denselben umgedreht. Am Dusit Palace kamen wir viel zu frueh an, der oeffnet naemlich erst um zehn. Was der Dusit Palace ist, wissen wir selbst nicht so ganz genau. Jedenfalls ist dort ein grosser Park, in dem die Nachfolgeresidenz des Koenigs steht - der aber mittlerweile schon wieder wo anders regiert. Tja, wir sind also erstmal in den nahegelegenen Dusit Zoo gegangen, sind dort auf einem See Tretboot gefahren und haben eine Show mit den weltweit wohl bestdressierten Seeloewen angeschaut.

Sooo viele Tretboote und nur zwei BesucherSee mit Springbrunnen - tolle Abkuehlung im TretbootViecher - Warane?

Robbe laeuft auf Haenden und balanciert dabei BallRobbe springt durch Reifenandere Robbe springt durch viele ReifenRobbe schwimmt und balanciert PuppeRobbe macht HullahuppRobben beim Basketballspielen

BANGKOK

Samstag, 04.08.2012

Nach 28 Stunden auf Reise kamen heute zwei verschwitzte, geraederte und muede Deutsche in der Khao San Road in Bangkok an. Aber von vorne:

In dem Zug, mit dem wir nach Frankfurt fahren sollten, wurde in Hamburg (angeblich) eine Bombe gefunden - weswegen wir mit einem voellig ueberfuellten Zug gefahren sind. Dann gings mit Royal Jordanian, einer ziemlich schicken Airline, nach Jordanien. Auf dem Flug wurde uns alle paar Minuten was zu Essen, Trinken, Knabbern, Haende abwischen etc. angeboten. Dann der Flughafen in Amman, Jordanien: Lauter frisch geduschte, in weisse Handtuecher gekleidete vollbaertige jordanische Maenner, die in Plastikflipflops durch den Flughafen geschlurft sind (auch nachts um zwei), oder aber andere Jordanier, die sich alle paar Stunden von jetzt auf gleich zum Beten auf den Boden geworfen haben.

Nach sechs Stunden froehlichem Warten dann weiter nach Bangkok. Da waren wir dann ungefaehr die einzigen Deutschen im Flieger. In Bangkok herrschte bruetende Hitze und seeehr dicker Luft. Der Verkehr war auch einigermassen halsbrecherisch, als wir endlich einen Bus in Richtung Khao San Road gefunden hatten, hat der auch noch auf der dreispurigen Fahrbahn (Links- UND Rechtsverkehr) gewendet.

Irgendwann sind wir dann ausgestiegen und haben mit Hilfe einiger sehr netter Thais in die Khao San Road gefunden. Hier hat man das Gefuehl, in irgendeinem kleinen Dorf am Meer gelandet zu sein, dabei ist man mitten in einer miefigen Grossstadt ohne Meer... Hier haben wir uns ein luxorioeses Zimmer mit Aircon geleistet und uns dann jeder fuer umgerechnet unter 3 Euro mal kraeftig die Baeuche vollgeschlagen (nachdem wir auf der Reise ja zweimal jordanisch gefruehstueckt und zweimal jordanisch zu Mittag gegessen haben).

Unsere Route haben wir immer noch nicht genau geplant, aber immerhin haben wir uns gut eine Stunde vor der Landung ueberlegt, in welche Laender wir vielleicht fahren koennten: Ueber Kambodscha nach Vietnam, dort vielleicht bis an die Kueste, und dann ueber Laos zurueck in den Sueden (Straende und Inseln) und dann wieder nach Bangkok. Morgen und uebermorgen stehen erstmal Akklimatisierung und Bangkok-Erkundung auf dem Plan.

Fotos wird es bald geben!

Soviel fuer heute - hier ist ja schon fast halb elf und wir werden jetzt mal ins Bettchen kippen.

Bis demnaechst!

Backpacking für Anfänger

Donnerstag, 02.08.2012

Jetzt haben wir fertig gepackt, ging auch ganz schnell, denn schließlich braucht man als Backpacker ja nur sieben Sachen:

Die SIEBENSACHEN des Backpackers

Noch drei Tage!

Sonntag, 29.07.2012

Bald gehts los, aber noch sind wir mit Impfungen, Wohnungputzen, Erledigungen und Packen beschäftigt.

Da wir mit "Royal Jordanian" fliegen und in Jordaniens Hauptstadt Amman sechs Stunden Umsteigezeit haben, wird selbst der Hinflug zum Abenteuer.

Je nach Verfügbarkeit von Internet werdet ihr an dieser Stelle - das Neueste immer zu oberst - in Text und Bild unsere Eindrücke verfolgen können.